
Das bittere Ende eines langen Kampfes – am vergangenen Mittwoch räumte die Polizei den Stuttgarter Schlosspark um Platz für die Bautrupps der Bahn zu schaffen. Auch für die Presse hatte man sich die Staatsmacht wieder etwas ausgedacht...

Das bittere Ende eines langen Kampfes – am vergangenen Mittwoch räumte die Polizei den Stuttgarter Schlosspark um Platz für die Bautrupps der Bahn zu schaffen. Auch für die Presse hatte man sich die Staatsmacht wieder etwas ausgedacht...
Unter diesem Titel zeigt der Stuttgarter Fotograf Jens Volle erstmals in einer Fotoausstellung einen Teil seiner Bilder aus dem Widerstand gegen Stuttgart 21. Ich habe Jens während der Proteste in Stuttgart kennengelernt und ihn anlässlich der Ausstellung nach seiner Motivation hinter dieser Bilderreihe gefragt – hier seine Antwort:

Staatsmacht vs. Bürgerwillen

Auch wenn's nicht so aussieht: Diese Polizisten sind auf Kuschelkurs beim Sturm auf den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes.
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"Do it Yourself - Demokratie geht anders!" - Robin Wood-AktivistInnen haben am Samstag mit dem Bau eines Baumhauses im Stuttgarter Schlosspark begonnen. Sie wollen damit, eine Woche vor der Volksabstimmung, ein Zeichen gegen Stuttgart 21 setzen und die Fällung von 282 alten Parkbäumen verhindern.
Über 400 Tage sind vergangen seit unser Freund und Kollege Patrick G. Stößer im August vergangenen Jahres begann, sich mir der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 zu beschäftigen. Nun, anlässlich der Volksabstimmung über das Schicksal des Bahnhofs-Projektes, liefert er einen eindrucksvollen und bildstarken Rückblick über 400 Tage Protest in Stuttgart … und eine kleine persönliche Empfehlung, die wir nur teilen können:
Wer mehr wissen oder flattern will: Hier geht’s zum Original-Post auf Patricks Blog realfragment.de
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...sieht anders aus. Polizisten tragen einen Sanitäter, gleich mit der zu räumenden Sitzblockade gegen Stuttgart 21, weg.

Der schwarze Donnerstag – Vor genau einem Jahr marschierten die Baden-Württembergische Landespolitik und die Deutsche Bahn AG, in Form einer kleinen Armee von schwarz-vermummten Polizei-Hundertschaften, in den Stuttgarter Schlossgarten ein, um mit den dortigen Baumaßnahmen für Stuttgart 21 zu beginnen.
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Der erste Schlagstockeinsatz am "Schwarzen Donnerstag" erfolgte neun Minuten nach Einsatzbeginn. Was ich nicht wusste: Der Polizist traf einen unbeteiligten Rechtsanwalt, der aus Mangel an Beweisen erst ein halbes Jahr später Anzeige stellte.
Die Hintergrund-Story zu diesem Foto habe ich erst jetzt, fast ein Jahr nach seiner Entstehung, erfahren:
Am 30.09.10 – in Stuttgart bekannt als der “Schwarzen Donnerstag” – stürmt die Polizei mit mehreren Hundertschaften in den Stuttgarter Schlossgarten, um einen Zaun aufzubauen, der in der folgenden Nacht die ersten Baumfällarbeiten für Stuttgart 21 absichern soll.
Die erste Einheit, die in den Park stürmt gibt gleich mal einen Vorgeschmack auf die Einsatzstrategie des Tages und verpasst einem nicht gerade protest- oder gar gewaltbereit wirkendem Anzugträger, eine tracht Prügel. Ich steh’ daneben und tu‘ was ich immer tu’: Draufhalten.
Seitdem lag dieses Foto, mangels Verwendungszweck, unveröffentlicht in den Tiefen meiner Festplatte vergraben. Vor ein paar Tagen suchte dann jedoch die Kontext:Wochenzeitung zum Jahrestag des 30.09. nach einigen Bildern des Tages. Einer der Redakteure war während der Recherchen auf die Geschichte des Anwaltes Axel Seuber gestoßen und als ich meine Bildauswahl mit diesem Foto voran präsentierte, kam es wie es kommen musste…
…Foto und Story kamen zusammen und können nun vielleicht doch noch einen kleinen Beitrag zur Aufklärung der Geschehnisse des 30.09.10 beitragen.
Wer die ganze Story nachlesen will kann das hier bei Kontext tun.
Read MoreEin Radio-Interview zum Stuttgart 21-Prozess

Lena vom Freien Radio Querfunk aus Karlsruhe und ich haben uns vor kurzem mal telefonisch zusammengesetzt, um ein wenig über die Vorfälle während der Nordflügelbesetzung im letzten Jahr, den darauffolgenden Prozess sowie die politischen und rechtlichen Hintergründe des ganzen zu plauschen.
Herausgekommen ist ein kleines aber feines Interview, dass mittlerweile nicht nur bei Querfunk, sondern auch noch in zwei anderen freien Radios lief und natürlich auch hier seinen Platz bekommen soll:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Wer das Interview downloaden oder weiterverbreiten will, kann das im Audioportal Freier Radios tun.
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