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Tag "demofotografie"

126 Stunden von LaHague nach Gorleben – Der Castor-Transport 2011 war der längste Castor aller Zeiten. Wir waren von Anfang an im Wendland dabei und berichten nun im Fotografie-Magazin kwerfeldein.de über sechs aufregende, schlaflose und in jedem Fall denkwürdige Tage:

Als Fotograf beim Castor-Transport | kwerfeldein.de

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Unter diesem Titel zeigt der Stuttgarter Fotograf Jens Volle erstmals in einer Fotoausstellung einen Teil seiner Bilder aus dem Widerstand gegen Stuttgart 21. Ich habe Jens während der Proteste in Stuttgart kennengelernt und ihn anlässlich der Ausstellung nach seiner Motivation hinter dieser Bilderreihe gefragt – hier seine Antwort:

Staatsmacht vs. Bürgerwillen

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Eine Gruppe Neonazis, die beim Versuch, die "Wir haben es satt!"- Demonstration, zu infiltrieren, enttarnt wurde, wird von der Polizei über die Reichstagswiese abgedrängt. Von einem der Neonazis erhalte ich einen Schlag ins Gesicht, welcher auch mein Objektiv trifft. Der Neonazi geht nun mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung nach Hause. Der Spielstand soweit: 1:1

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Auch wenn's nicht so aussieht: Diese Polizisten sind auf Kuschelkurs beim Sturm auf den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Polizei und Pressefreiheit beim Castor-Transport 2011

Die Castor-Proeste sind vorüber – zumindest vorerst. Die Debatte über die Pressefreiheit in diesem Zusammenhang hingegen, hat gerade erst begonnen. Es sind schon ein paar starke Stücke dabei, die sich die Staatsmacht während dem Castoreinsatz 2011 geleistet hat.

Fotografen und Polizei in Laase - So entspannt ging's leider nicht immer zu.

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, so schien es, wurden JournalistInnen ausgesperrt, kontolliert und schickaniert… und als ob das noch nicht ausreichte, wurden einige sogar geschubst, geschlagen, zur Bilderlöschung gezwungen oder ihrer Schutzausrüstung entledigt. (taz 1 / 2 | zapp | dju 1 / 2)

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… und eine Empfehlung.

Über 400 Tage sind vergangen seit unser Freund und Kollege Patrick G. Stößer im August vergangenen Jahres begann, sich mir der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 zu beschäftigen. Nun, anlässlich der Volksabstimmung über das Schicksal des Bahnhofs-Projektes, liefert er einen eindrucksvollen und bildstarken Rückblick über 400 Tage Protest in Stuttgart … und eine kleine persönliche Empfehlung, die wir nur teilen können:

Wer mehr wissen oder flattern will: Hier geht’s zum Original-Post auf Patricks Blog realfragment.de

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Schaulustige am Abend des 1.Mai am Kottbusser Tor/Berlin Kreuzberg. ^r

 

 

1.Mai 2011, Berlin Kreuzberg: Ein Verteilerkasten am Straßenrand in der Nähe des Kottbusser Tors. Darauf stehen drei Fotografen und sechs Vollformatkameras, die sich darum boxen, schräg von oben und mit Tele auf die 50m entfernte Demo fotografieren zu können. Vier Stunden später: Polizisten rennen, Steine fliegen, ein Demonstrant wird zu Boden und ca. 10 Kameras in die Höhe gerissen. Blitzlichtgewitter. Die Journalisten rundum tragen Helme und Brustpanzer… So kann Demo-Journalismus aussehen – muss aber nicht.

Wie das Arbeiten auf Demos so aussieht, könnt ihr in unserem Gastbeitrag ‘Zwischen Latsch-Demo und Straßenschlacht – soziale Bewegungen fotografieren’ auf kwerfeldein.de lesen.


...Stuttgart. ^c

Ergänzend dazu gibt’s hier noch drei Extra-Bilder, die es zwar nicht in den Artikel geschafft haben, die wir aber auch nicht ganz untergehen lassen wollten… Sie zeigen noch eine Andere, sozusagen die Meta-Ebene der Demofotografie.

Am Rande der Proteste gegen den Kopenhagener Klimagipfel 2009. ^c

 

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So sieht in Berlin Pressefreiheit aus - ein Kollege wird auf der gestrigen Carlo-Giuliani-Demo in Kreuzberg, von Polizeibeamten zu Boden gerissen und dann mit blutender Lippe abgeführt. Erst nach mehreren Stunden in der Gefangenensammelstelle (GeSa) wurde der Kollege gegen 7 Uhr heute morgen, aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Polizei hält an ihrem Vorwurf fest, er habe einen Böller gezündet. Ich habe mich allerdings zur angeblichen Tatzeit, als der Böller neben uns explodierte, mit dem Kollegen unterhalten und der hatte noch nicht einmal ein Feuerzeug dabei.

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Das Gesicht eines Menschen – nichts kann Emotionen besser ausdrücken als ein Gesicht; kein Gesicht ist genau wie ein anderes. Gesichter sind einzigartig. Natürlich sind Gesichter deshalb auch für Fotografen sehr interessant, wenn ich z.B. auf Demos fotografieren gehe, suche ich mir eigentlich immer erst mal ein Gesicht, dass die Aussage der Fotos transportieren soll.  Über das Gesicht kann man eine Person aber auch klar erkennen – und zuordnen. Manchmal gibt es Situationen, in denen das zu Problemen führen kann.

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Am kommenden Donnerstag, den 14.04.11 findet hier in Stuttgart ein Prozess gegen mich statt, weil ich im Juli vergangenen Jahres die Besetzung des Nordflügels im Rahmen der S21-Proteste mit der Kamera begleitete. Auch gegen Ruben läuft deshalb ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs. Was damals bei der Festnahme genau passierte könnt ihr in unserem offenen Brief  vom 27.07.10 nachlesen.

 

UPDATE (14.04.11/17:00 Uhr): Der Prozess wurde schon nach einer dreiviertel Stunde Verhandlungszeit vertagt. Der Richter hatte die Staatsanwaltschaft sowohl vor, als auch während dem Prozess erneut (s.u.) ersucht einer Einstellung des Verfahrens zuzustimmen. Da die Staatsanwaltschaft sich weiterhin weigerte das Verfahren einzustellen und der Richter offensichtlich kein Interesse an einem Urteilsspruch hatte, vertagte letzterer den Prozess. Der Richter kündigte an bei der Bahn AG, der Eigentümerin des ehemaligen Nordflügels, nachzufragen ob diese überhaupt weiterhin auf ihrem Strafantrag beharre.

Kurz und Bündig: Entweder die Bahn zieht ihren Strafantrag zurück oder der Prozess geht in Runde Zwei.

(So oder so – wir freuen uns weiterhin über jegliche finanzielle Unterstützung um die Verfahren finanzieren zu können. Kontodaten: siehe unten.)

Hier unsere Pressemitteilung zum Prozess am Donnerstag:

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