Eine Gruppe Neonazis, die beim Versuch, die "Wir haben es satt!"- Demonstration, zu infiltrieren, enttarnt wurde, wird von der Polizei über die Reichstagswiese abgedrängt. Von einem der Neonazis erhalte ich einen Schlag ins Gesicht, welcher auch mein Objektiv trifft. Der Neonazi geht nun mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung nach Hause. Der Spielstand soweit: 1:1
So sieht in Berlin Pressefreiheit aus - ein Kollege wird auf der gestrigen Carlo-Giuliani-Demo in Kreuzberg, von Polizeibeamten zu Boden gerissen und dann mit blutender Lippe abgeführt. Erst nach mehreren Stunden in der Gefangenensammelstelle (GeSa) wurde der Kollege gegen 7 Uhr heute morgen, aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Polizei hält an ihrem Vorwurf fest, er habe einen Böller gezündet. Ich habe mich allerdings zur angeblichen Tatzeit, als der Böller neben uns explodierte, mit dem Kollegen unterhalten und der hatte noch nicht einmal ein Feuerzeug dabei.
Das Gesicht eines Menschen – nichts kann Emotionen besser ausdrücken als ein Gesicht; kein Gesicht ist genau wie ein anderes. Gesichter sind einzigartig. Natürlich sind Gesichter deshalb auch für Fotografen sehr interessant, wenn ich z.B. auf Demos fotografieren gehe, suche ich mir eigentlich immer erst mal ein Gesicht, dass die Aussage der Fotos transportieren soll. Über das Gesicht kann man eine Person aber auch klar erkennen – und zuordnen. Manchmal gibt es Situationen, in denen das zu Problemen führen kann.
Warum ich es mir eigentlich nicht leisten kann, dieses Bild zu veröffentlichen und was es in Berlin kostet in einem öffentlichen Park zu fotografieren.