— visual.rebellion

JR – Fotografie und Streetart

So, um nun langsam mal mit diesem Blog in Fahrt zu kommen, möchte ich heute mal einen Künstler featuren, dessen Arbeiten mir seit einer Weile immer wieder begegnen und mich jedes mal auf’s Neue schwer beeindrucken. Ein französischer Ausnahmefotograf, der seine Identität auf das nötigste begrenzt – zwei Buchstaben: JR.

JR hat die “größte Kunstgalerie der Welt” für die Fotografie erschlossen – die grauen Wände der Stadt. Er verbindet Fotografie und Streetart, indem er großformatige Prints seiner schwarz-weißen Portraits an die Wände der Welt tapeziert. …und diese Combo hat’s in sich:

Vor kurzem gewann JR den TED-Prize 2011 und wie das meiste, was JR an Output liefert, ist auch sein TED-Talk mehr als sehenswert.

Egal ob er Portraits von Israelis und Palästinensern in beiden Ländern, ja sogar an der schwer bewachten Grenzmauer dazwischen, verklebt oder in seinem neuen Projekt Afrikas Slums an die Gesichter ihrer Bewohnerinnen erinnert – er zeigt der Menschheit ihr eigenes Gesicht und verändert damit ihre Sicht auf sich selbst. Und auch wenn JR nach eigener Aussage nicht versucht die Welt zu verändern, habe ich selten Kunst gesehen, die ein solches Potential dafür hat.

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