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fotografie & storytelling

Ein Interview mit Simon Sticker.

Simon Sticker ist ein visual Storyteller – ein visueller Geschichtenerzähler. Er reist momentan für sein Projekt HUMANS (Projektvorstellung auf kwerfeldein.de) quer durch Afrika und stellt mit kurzen Multi-Media-Schnipseln die Menschen vor, die er auf dieser Reise trifft. Trotz wenig Zeit und etwas sporadischer Internetverbindung konnte ich Simon kurz abfangen und im ein paar Fragen über das Projekt, seine Erlebnisse und die Arbeit für NGOs in Afrika, stellen…

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Schaulustige am Abend des 1.Mai am Kottbusser Tor/Berlin Kreuzberg. ^r

 

 

1.Mai 2011, Berlin Kreuzberg: Ein Verteilerkasten am Straßenrand in der Nähe des Kottbusser Tors. Darauf stehen drei Fotografen und sechs Vollformatkameras, die sich darum boxen, schräg von oben und mit Tele auf die 50m entfernte Demo fotografieren zu können. Vier Stunden später: Polizisten rennen, Steine fliegen, ein Demonstrant wird zu Boden und ca. 10 Kameras in die Höhe gerissen. Blitzlichtgewitter. Die Journalisten rundum tragen Helme und Brustpanzer… So kann Demo-Journalismus aussehen – muss aber nicht.

Wie das Arbeiten auf Demos so aussieht, könnt ihr in unserem Gastbeitrag ‘Zwischen Latsch-Demo und Straßenschlacht – soziale Bewegungen fotografieren’ auf kwerfeldein.de lesen.


...Stuttgart. ^c

Ergänzend dazu gibt’s hier noch drei Extra-Bilder, die es zwar nicht in den Artikel geschafft haben, die wir aber auch nicht ganz untergehen lassen wollten… Sie zeigen noch eine Andere, sozusagen die Meta-Ebene der Demofotografie.

Am Rande der Proteste gegen den Kopenhagener Klimagipfel 2009. ^c

 

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Ein Gespräch über Fotojournalismus in Kurdistan und “Kritische Solidarität”.

Kurdische Demonstrantinnen bei einer Sitzblockade in der Grenzstadt Nusaybin ©Benjamin Hiller www.benjamin-hiller.com

Die Türkei ist, neben dem Iran und China, eines der Länder mit den meisten verhafteten Journalisten in der Welt. Im Osten des Landes schwelt der Konflikt mit der kurdischen Minderheit weiter. Obwohl es auch hier regelmäßig zu Verletzten und Toten kommt, findet der Konflikt in den Medien kaum Beachtung. Dabei gibt es gerade dort eine besonders starke Zivilgesellschaft, meint Benjamin Hiller, Fotojournalist aus Berlin. Er hat sich auf diesen “vergessenen Konflikt” spezialisiert. Wir haben mit ihm gesprochen, über die Arbeit als Fotograf in der Osttürkei, über den Konflikt der Kurden, und was ihn an dieser Bewegung fasziniert.

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Eine Pilzverkäuferin läuft eine Landstraße in der Nähe der Grenze zwischen der Slovakei und der Ukraine entlang, wo sie ihre gesammelten Pilze verkaufen will.

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Wieder vor Ort in der Stadt der Gesichtslosen…

Seit ich im letzten Jahr zwei Wochen bei den Sans Papiers von Calais verbrachte, lässt mich die Situation an der Französisch-Englischen Grenze nicht mehr los. Die Geschichte der Stadt der Gesichtslosen ist mit meiner Reportage noch lange nicht auserzählt – die Bilder sind eher ein kleiner Einblick, ein Kratzen an der Oberfläche dieser unrühmlichen Seite unseres Kontinents. Aus diesem Grund bin ich seit dem gestrigen Freitag nun wieder in Calais…

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Das Gesicht eines Menschen – nichts kann Emotionen besser ausdrücken als ein Gesicht; kein Gesicht ist genau wie ein anderes. Gesichter sind einzigartig. Natürlich sind Gesichter deshalb auch für Fotografen sehr interessant, wenn ich z.B. auf Demos fotografieren gehe, suche ich mir eigentlich immer erst mal ein Gesicht, dass die Aussage der Fotos transportieren soll.  Über das Gesicht kann man eine Person aber auch klar erkennen – und zuordnen. Manchmal gibt es Situationen, in denen das zu Problemen führen kann.

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Experience is the name everyone gives to their mistakes.
(Oscar Wilde)

Im vergangenen März fand in Berlin zum achten mal die Linke Medienakademie (LiMA) statt. Während Ruben durch die norwegische Einöde stapfte, nahm ich dort am Fotoreportage-Workshop “Lasst Bilder sprechen” des hannoveraner Photojournalismus-Professors Rolf Nobel teil. Da Nobel persönlich jedoch verhindert war, wurde der Workshop von seinem Studenten Florian Müller angeleitet. Heute möchte ich mal die daraus entstandene Fotostrecke und einige aus dem Workshop resultierende Gedanken zu Theorie und Stil der Fotoreportage loswerden.

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So, um nun langsam mal mit diesem Blog in Fahrt zu kommen, möchte ich heute mal einen Künstler featuren, dessen Arbeiten mir seit einer Weile immer wieder begegnen und mich jedes mal auf’s Neue schwer beeindrucken. Ein französischer Ausnahmefotograf, der seine Identität auf das nötigste begrenzt – zwei Buchstaben: JR.

JR hat die “größte Kunstgalerie der Welt” für die Fotografie erschlossen – die grauen Wände der Stadt. Er verbindet Fotografie und Streetart, indem er großformatige Prints seiner schwarz-weißen Portraits an die Wände der Welt tapeziert. …und diese Combo hat’s in sich:

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Beim Fotografieren sind es oft Kleinigkeiten, mit denen man große Effekte erzielen kann. Oft sind das Dinge, die einem mal zufällig bei einem Bild auffallen, die man aber auch bewusst einsetzen kann.  Wir möchten hier das Wissen weitergeben, das wir uns beim täglichen Fotografieren aneignen.

Gerade bei Landschaftsaufnahmen, ist es oft schwierig, die Weitläufigkeit einer Landschaft auf dem Foto zu transportieren.

Mit Bildern, die auf einer Wintertour in der Hardangervidda (Norwegen) entstanden sind, möchte ich zeigen, wie man einem Bild “Weite” geben kann.

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Alle die mich kennen, beziehungsweise alle die meinen blog oder meinen flickrstream ab und an verfolgen dürften wissen, dass ich ein großer Fan gut gemachter Portraits bin. In den letzten Wochen bin ich, auf meiner Suche nach schönen neuen Menschen-Bildern über zwei Portraits gestolpert, die der Vorherrschaft der Still-Fotografie in diesem Bereich den Kampf ansagen… Zwei Portraits, die sich stattdessen des bewegten Bildes bedienen.

Zuerst wäre da Chase Jarvis’ 60 Second Portrait of Mike Horn, welches dem fotografischen Portrait noch sehr nahe kommt, diesem aber schon zwei weitere Ebenen – Bewegung und Sound – hinzufügt. Und, obwohl sich nicht allzuviel tut, hat mich dieses Portrait schon schwer beeindruckt, da es, wie ich finde einen ganz neuen Zugang zur abgebildeten Person schafft:

 
Das zweite Video traf mich auf flickr – und ‘getroffen’ hat es mich. 34 Sekunden im Stream des Portrait-Künstlers Hannes Caspar, die das Medium Portrait um eine völlig neue narrativ-emotionale Ebene erweitern – absolut genial und wunderschön:

 

 

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