— visual.rebellion

Am 1. Mai blockierten über 400 Antifa-Aktivist_innen die Schienen zum Frankfurter Ostbahnhof. Mit dieser und weiteren Blockadeaktionen verhinderten sie eine seit langem angekündigte NPD-Kund- gebung nahe der Europäischen Zentralbank. Bei der Räumung der Gleisblockade gerieten auch wir als Journalisten, wieder einmal ins Visier der Polizei (Einzelheiten folgen). Eine spontane Ausweich-Kundgebung der Nazis in Hanau wurde von der Polizei aufgelöst. Die antifaschistischen Bündnisse feiern den Tag als großen Erfolg.

Mehr Infos gibt’s in der PM des antifaschistischen Ratschlags, bei realfragment und im taz-Ticker.

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Die Flüchtlingsproteste, die im vergangen Jahr überall in Deutschland gegen die Misstände in der Unterbringung und Versorgung von Asylbewerber_innen aufflammten, fanden in den letzten Wochen ihre Fortsetzung. Nach einer Mobilisierungs-Burstour quer durch Deutschland demonstrierten am 23. März 2013 in Berlin und am 6. April in Hamburg, jeweils über 2000 Aktivist_innen und Geflüchtete gegen die Zustände im deutschen Asylwesen.

Gustav und Chris waren sowohl bei der Mobilisierungsdemo der “Refugees Bus Tour”, am 13.03.13 in Hannover, als auch bei den Demos in Berlin und Hamburg dabei.

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Vor genau zwei Jahren haben wir diesen Blog und damit unsere kleine, schnucklige Fotojournalismus-Kooperative ins Leben gerufen. Seitdem hat sich – von Stuttgart und Berlin, bis ins Wendland, nach Calais und in den Kosovo – einiges getan. Nun wird es Zeit, mal wieder einen obendrauf zu setzen. Und dieser Eine heißt Gustav Pursche. Wir freuen uns, hiermit offiziell verkünden zu dürfen, dass visual.rebellion Zuwachs bekommen hat!

Gustav kommt ursprünglich aus Zittau und ist mittlerweile, nach einigen Umwegen über Soziologie und Webdesign in Berlin und Wien, beim Fotojournalismus-Studium an der FH Hannover gelandet. Er beschäftigt sich seit längerem mit Flüchtlings-Themen, insbesondere mit Antiziganismus in Deutschland und Tschechien. Ein paar seiner aktuellen Storys werden wir natürlich in der nächsten Zeit – zusammen mit einigen längst überfälligen strukturellen Neuerungen – hier präsentieren.

Auf geht’s, zu dritt ins dritte Jahr visual.rebellion!

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Am Morgen des 09.03.2013 besetzten über 40 Tierrechtler_innen der Kampagne Mastanlagen Widerstand die Zufahrtswege zu einer Geflügel-Schlachtfabrik des Fleischkonzerns Wiesenhof im bayrischen Bogen. Mehrere von ihnen ketteten sich in Betonfässern oder an den Toren fest, eine Aktivistin erkletterte ein Tripod in der Haupteinfahrt.

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Was im Wald passiert bleibt im Dunkeln - hinter diese Polizeisperre wurde der serbische Fotojournalist Danijel Sivinski verbannt. Zuvor war er stundenlang im Polizeigewahrsam festgehalten worden.

Für eine Fotoreportage über die Besetzung des Hambacher Forstes, war Danijel Sivinjski, serbischer Fotojournalist, ins rheinische Braunkohlerevier gekommen. Trotz gültigem Presseausweis und entsprechendem Verhalten, war er bei der Räumung des Waldes Anfang November (wir berichteten), einer der ersten die von den Polizeikräften festgenommen wurden – die Besetzer hingen da größtenteils noch in den Bäumen. Wir haben Danijel gebeten, die Vorfälle, die einmal mehr Fragen zur Pressefreiheit in Deutschland aufwerfen, für uns zusammenzufassen. Hier sein Bericht:

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Am vergangenen Donnerstag, den 17.01.13, wurde in Frankfurt am Main die die Veranstaltungsreihe EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe eröffnet. Neben einer Fotoausstellung über einen Schiffsfriedhof für die Boote der Mittelmeer-Flüchtlinge und der Calais-Fotoausstellung von Philip Eichler, ist in diesem Rahmen auch meine Audioslideshow-Reportage “City of the Faceless – living illegally in Calais” zu sehen.

Die Ausstellungen sind noch bis zum 15. Februar in der angemessenen Atmosphäre des ehemaligen Abschiebe-Gefängnisses “Klapperfeld” zu sehen. Zusätzlich finden dort und in vier weiteren Locations Info- und Soli-Veranstaltungen zur Situation von Flüchtlingen in der EU statt. Mehr Infos gibt’s hier:

17.01. bis 15.02.2013: Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

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Ein Graffity an der Ortseinfahrt nach Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo.

In den Bergen des Balkan liegt mittlerweile Schnee und unser kleiner Roadtrip durch selbige Region schon einige Zeit zurück. Dennoch sind unsere Eindrücke aus dem Kosovo jetzt, pünktlich vor dem Jahresverfallsdatum, in unserem Lieblings-Jugendmagazin erschienen:

Hier geht’s zum Fotoessay bei TONIC

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Am 12.12.2012 veröffentlichte Greenpeace eine repräsentative Forsa-Umfrage, laut der eine Mehrheit der Bürger_innen der Landkreise im Nordschwarzwald, einen Nationalpark in der Gegend befürworte. Um diese Forderung zu bekräftigen entrollten Greenpeace-Aktivisten ein 28×15 Meter großes Banner an der Schwarzenbach-Talsperre, einem der Wahrzeichen der Region.

Nachdem Chris in letzter Zeit schon zwei andere Aktionen zum Nationalpark Schwarzwald, in Stuttgart und Baiersbronn, sowie eine weitere für den Nationalpark Teutoburger Wald begleitet hatte, waren wir diesmal zu zweit für Greenpeace am Start.

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"Hier gibt es nichts zu sehen" unser Dauerbegleiter, Polizeisprecher Anton Hammach entscheidet, was für die Presse interessant ist...

"Hier gibt es nichts zu sehen" unser Dauerbegleiter, Polizeisprecher Anton Hamacher entscheidet, was für die Presse interessant ist...

Mehrere, vermutlich bewusste Falschmeldungen, Einschränkung der Bewegungsfreiheit und konstante Beaufsichtigung der Presse seitens der Polizei, machen eine freie Berichterstattung über die Räumung des Hambacher Forstes nahezu unmöglich. Das besetzte Waldstück ist Quadratkilometer groß, der Presse werden gefühlte 10×10 Meter, zugestanden. Ein kleiner Erfahrungsbericht aus Nordkore… äh, Nordrhein-Westfalen.

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Gjakova/Kosovo, August 2012 – Frau Meta weiß nicht, wie es für sie und ihre 6 Kinder weitergehen soll; 2011 wurde die achtköpfige Familie in den Kosovo abgeschoben. Hier gibt es für sie keinerlei Perspektive. Als Angehörige der Roma-Minderheit werden sie im Kosovo massiv diskriminiert. Seit Sohn Rama auf der Straße verprügelt wurde, trauen sich die Meta´s nur noch für das nötigste aus der zwei Zimmer Wohnung. In Deutschland waren alle Kinder in der Schule, hier sprechen sie noch nicht einmal die Landessprache.

Am 15.11.2012 soll, unbestätigten Angaben zufolge, eine Sammelabschiebung Ex-Jugoslawischer Flüchtlinge vom Flughafen Stuttgart in den Kosovo stattfinden. Aktivisten rufen zu Protesten gegen den Charter-Flug der “Europäischen Agentur für operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen” (kurz: Frontex) auf.

UPDATE: Die Sammelabschiebung über den Stuttgarter Flughafen wurde kurzfristig vorverlegt und fand, wie auch die taz berichtet, schon am gestrigen Dienstag, den 13.11.12 statt. Der Aufruf zum Protest am Flughafen, am 15.11.12, steht aber weiterhin.

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